2017 Seniorenkreis - Vorsorgevollmacht, Maifeier

Wie wichtig es ist, schon in jungen Jahren an seine Versorgung zu denken erläuterte Frau Hegwein von der Diakonie im evangelischen Seniorenkreis Neuhaus in der Alten Mühle.

Nicht nur ältere Menschen brauchen Betreuung, es kann auch in jungen Jahren eintreten, dass man nicht mehr selbst entscheiden kann, sei es durch Schlaganfall, Unfall oder Krankheit. Hat man da nicht vorgesorgt und einen Menschen seiner Wahl bestellt dann tritt ein gesetzlicher Vertreter, vom Gericht angeordnet, an diese Stelle.

Selbst die nächsten Angehörigen dürfen keine Entscheidung treffen. Ärztliche Versorgung, Bankgeschäfte, Wohnung oder ambulante Hilfen werden dann vom gesetzlichen Betreuer entschieden wenn nichts schriftlich hinterlegt ist. Daher sollte man rechtzeitig an eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung denken, nur dann kann man seinen eigenen Willen einsetzen und einen Menschen seines Vertrauens bestimmen.

Dazu gibt es Formulare die dann ausgefüllt hinterlegt werden, aber jederzeit geändert werden können. Dazu sollte man eine Hinweiskarte im Geldbeutel für den Notfall mitführen.

(Das Heft mit allen nötigen Formularen heißt: Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter vom Beck Verlag,  man kann es für 5.50 Euro in Buchhandlungen kaufen.)

Nach dem Vortrag musste Frau Hegwein noch viele Fragen beantworten, das machte deutlich, wie wichtig dieses Thema ist.

 

Zum Fest in den Mai hatte der evangelische Seniorenkreis den Kath. Seniorenclub in die Alte Mühle eingeladen.

Zum Empfang gab es eine alkoholfreie Maibowle. Pfarrerin Berthold und Ingrid Grötsch konnten ihre Gäste im vollen Saal der Alten Mühle begrüßen. Auch Petra Möller vom Seniorenclub begrüßte alle und bedankte sich für die Einladung. Man sah an der großen Besucherschar, dass Ökumene allen wichtig ist.

Bevor es zum gemütlichen Kaffeetrinken mit vielen leckeren, selbstgebackenen Kuchen und einer vom Team liebevoll bereiteten Kaffeetafel überging, sprach Pfarrerin  Berthold  ein paar besinnliche Worte zum Mai.

Viele Mailieder, begleitet von Frau Huber auf dem Akkordeon, Maibräuche, ein Quiz, Gedanken zum Monat Mai und was er bedeutet, eine Maigeschichte und Gedichte aus der Kinderzeit  rundeten  das Programm ab. Aber am wichtigsten war das Gespräch miteinander, wofür man sich ja viel zu wenig Zeit nimmt. Zufrieden und voller Frühlingsgefühle endete der Nachmittag mit einem "Vater unser" und einem Segen.

Der nächste Seniorenkreis findet am 20.6.17 statt. Es erwartet uns eine Biographie über Louis Braille, den Erfinder der Blindenschrift.