2015 Seniorenkreis - Reisebeschreibung Venedig

Der Seniorenkreis Neuhaus ging auf große Reise. Mit dabei waren auch Bewohner vom Seniorenheim Ruppechtstegen. Das Ziel war Venedig.

Claudia Simon erzählte von ihrer Geburtstagsreise mit der Familie, die sie mit der Familie im Schlafwagenabteil zurücklegte. Das erste Abenteuer erlebten die Simons schon in den ersten Stunden der Reise,  als ein Dieb sein Unwesen trieb und die hinzugerufene Polizei alle Abteile des Zuges durchsuchte. Unbeschadet kamen sie trotzdem in der romantischen Stadt an.

Es war beeindruckend: alles mit Wasser umgeben, 3 km entfernt vom Festland liegt schon das Meer.

Als Velden eine Stadt wurde, war Venedig schon eine Handelsstadt. Dort leben ungefähr 66.000 Menschen, aber immer mehr Fremde. 10 Millionen Touristen kommen jährlich,  davon leben die Einheimischen.

Alles ist sehr teuer. Ob Essen oder Trinken, man muss tief in die Tasche greifen. Eine Busfahrkarte (der Bus ist natürlich ein Schiff ) kostete 120 Euro für 3 Tage.
Die Wasserstraße hat 180 Inseln sowie 175 Kanäle und wollte man sich eine romantische Fahrt auf einer Gondel gönnen, musste man für 20 Minuten 80 Euro zahlen -  mit Gesang noch mehr.

Musik spielt eine große Rolle in der Lagunenstadt. Berühmte Musiker wie Verdi, Händel oder Richard Wagner hielten sich in Venedig auf.

Alles ist auf den Fremdenverkehr ausgelegt. Viele Geschäfte, Kirchen (nur eine evangelische Kirche), Straßenmusiker, Tänze auf den Straßen, Seidenweber, Glasbläser und die alte Handwerkskunst der Buchbinder findet man in den engen Gassen der Stadt. Das Einzige, was Familie Simon vermisst hatte, waren die Tauben, die sich wegen der Verschmutzung an den denkmalgeschützten Gebäuden nicht mehr auf dem Markusplatz aufhalten dürfen.

Alle waren sich einig, dass Venedig auf jeden Fall eine Reise wert ist. Neben Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und einer Andacht von Pfarrer Simon war es ein schöner Nachmittag.

Mit einem Reisegedanken von Wilhelm Busch beendeten wir unsere weite Reise:

„Eins, zwei, drei im Sauseschritt
läuft die Zeit, wir laufen mit.
Schaffen, schuften, werden älter,
träger , müder und auch kälter
bis auf einmal man erkennt, dass das Leben geht zu End.

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele,
Freunde , Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.

Darum sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist `s! Reise!

 

Verfasser: Ingrid Grötsch